Schutz des Einzelnen ist in Afghanistan nicht gegeben – Ökumenische Erklärung

Düsseldorf. Angesichts der erfolgten Abschiebungen nach Afghanistan erklären Landessuperintendent Dietmar Arends (Lippische Landeskirche), Präses Annette Kurschus (Evangelische Kirche von Westfalen), Präses Manfred Rekowski (Evangelische Kirche im Rheinland) und Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki am Freitag (16.12.16): „Jeder Asylbewerber hat einen Rechtsanspruch auf eine gewissenhafte Prüfung. Nach Abschluss eines solchen Verfahrens, das nach rechtsstaatlichen Kriterien geführt wurde und nicht zu einem Bleiberecht führt, ist grundsätzlich auch die Möglichkeit von Rückführungen gegeben. Niemand darf aber in eine Krisenregion zurückgeschickt werden, in der lebensbedrohliche Situationen entstehen können. Es muss sichergestellt sein, dass Personen, die abgeschoben werden, in ihrem Heimatland keine Menschenrechtsverletzungen drohen. Die Personen sollten außerdem dabei unterstützt werden, ein Leben für sich und ihre Familien aufzubauen.  Neben diesen allgemeinen Erwägungen sind insbesondere die Rechtsverpflichtungen zu beachten, die die Bundesrepublik Deutschland beispielsweise durch die Genfer Flüchtlingskonvention eingegangen ist. Wir erwarten deshalb, dass dieser Schutz in jedem Einzelfall gewährleistet ist. Bei Abschiebungen in das Bürgerkriegsland Afghanistan ist dieser Schutz nach unserer Auffassung nicht gegeben.“

Qualifizierungsangebote für Ehrenamtliche I/2017

Das neue Fortbildungsprogramm für Ehrenamtliche, welches Caritasverband, SKF, SKM und die Diakonie gemeinsam mit dem Katholischen Bildungswerk, unterstützt von der Aktion Neue Nachbarn, für die erste Jahreshälfte 2017 geplant haben, ist erschieden. Mit Hilfe der vielfältigen Veranstaltungen können Sie Ihr Wissen und Ihre Handlungskompetenz erweitern und sich der eigenen Möglichkeiten und Grenzen bewusst werden.
Die Qualifizierungsreihe wird in Einzelmodulen an unterschiedlichen Standorten im Rhein-Sieg-Kreis angeboten.

Qualifizierung von Flüchtlingen für den Vereinssport

Der Fußballverband Rheinland hat  im Jahr 2016 ein neues und besonderes Projekt gestartet, um einen Teil zur Integration von Flüchtlingen beizutragen: In mehreren Seminarabschnitten bietet der FVR Qualifizierungsmaßnahmen für Flüchtlinge an, die sie letztlich bis hin zu einer Trainer-C-Lizenz führen könnten.

Von Montag, 2. Januar bis Freitag, 6. Januar 2017 findet im Westerwald erstmalig der Kurs „Basiswissen für Flüchtlinge“ statt.

Nähere Informationen  finden Sie im  Anmeldeformular.

Ausländer- und Asylrecht

Ehrenamtliche und Fachkräfte werden bei der Begleitung von Flüchtlingen und Migranten in verschiedenen Situationen mit dem Ausländerrecht und den staatlichen Behörden konfrontiert. Das Ausländerrecht ist eine komplexe Materie. Das Seminar klärt die wichtigsten Begriffe und führt aus der Sicht der Praxis in die Grundzüge des Ausländer- und Asylrechts ein.

Datum: Donnerstag, 01.12.2016 – 19:00 Uhr
Ort: Haus Heisterbach, Gelber Raum
Zielgruppe: Fachkräfte und Ehrenamtliche, die mit Flüchtlingen und Migranten arbeiten
Referent: Andreas Becher, Fachanwalt für Ausländer- und Asylrecht mit langjähriger Berufserfahrung

Landeskunde für Ehrenamtliche Flüchtlingshelfer

Weltweit sind geschätzt 64 Millionen Menschen auf der Flucht.  Die Geflüchteten hier vor Ort kommen aus  vielen Regionen und bringen eigene Lebensweisen, Gepflogenheiten und eigene  Lebenskulturen mit. Das Forum Ehrenamt Königswinter bietet Länderabende an. Diese informieren zu den politischen Hintergründen, Fluchtursachen und über Sitten und Gebräuche der jeweiligen Region. Sie geben Ehrenamtlichen in der Flüchtlingshilfe einen Einblick in die Herkunftsstaaten der geflüchteten Menschen.

Landeskunde IRAN/IRAK
Freitag, 28.10.2016, 19:00 – 21:00 Uhr
Anmeldeschluss: 23.10.2016

Landeskunde SYRIEN
Freitag, 11.11.2016, 19:00 – 21:00 Uhr
Anmeldeschluss: 01.12.2016

Landeskunde ERITREA
Donnerstag,  08.12.2016, 19:00 – 21:00 Uhr
Anmeldeschluss: 01.12.2016

Veranstaltungsort ist immer: Haus Heisterbach, Gelber Raum.
Die Kosten betragen jeweils 10,00 €.
Anmeldung telefonisch unter: 02223 / 92 36 – 39 oder – 56 oder per E-Mail info@integration-koenigswinter.de

Wohnsitzregelung nach §12a AufenthG

Die Wohnsitzauflage wurde im Rahmen des Integrationsgesetzes auch für Anerkannte Flüchtlinge eingeführt. Der Paritätische Gesamtverband hat auf die Unsicherheiten reagiert, die diese Regelung vielerorts auslöst und eine Arbeitshilfe herausgegeben, die sehr hilfreich ist.

Qualifizierungsangebote für Ehrenamtliche

Am 07.09. startet die erste Veranstaltung der zweiten Staffel der Qualifizierungsangebote für Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit. Veranstalter sind der Caritasverband, der SKF,  SKM  für die Bereiche Bonn/Rhein-Sieg und  die Evangelische Erwachsenenbildung An Sieg und Rhein. Mit Hilfe der vielfältigen Veranstaltungen können Sie Ihr Wissen und Ihre Handlungskompetenz erweitern und sich der eigenen Möglichkeiten und Grenzen bewusst werden.
Mit Veranstaltungen zu Bereichen des Sozialrechts, die für
Flüchtlinge von Bedeutung sind, werden Grundlageninformationen
vermittelt, um die Begleitung und Vermittlung
zu Fachstellen zu erleichtern. Hintergrundinformationen über Herkunftsländer und kulturelle Unterschiede helfen, Situationen besser zu verstehen und angemessen reagieren zu können.
Die Auseinandersetzung mit der eigenen Rolle, dem Selbstverständnis als Helfer und Begleiter und dem Spannungsfeld
Nähe-Distanz tragen dazu bei, dass Herausforderungen
nicht zu Überforderungen werden, sondern zu Erfahrungen, die das eigene Leben bereichern.
Die Qualifizierungsreihe wird in Einzelmodulen an unterschiedlichen Standorten im Rhein-Sieg-Kreis angeboten.

Nachhaltigkeit in der Flüchtlingsarbeit

für Donnerstag, dem 10. November 2016 lädt Frau Staatsministerin Anne Spiegel zu einem Fachtag „Nachhaltigkeit in der Flüchtlingsarbeit“ ein. Veranstalter sind das Integrationsministerium und die „Koordinierungsstelle für ehrenamtlich Tätige in der Flüchtlingsarbeit“. Die Veranstaltung findet  von 10:00 bis 15:30 Uhr im Dietrich-Bonhoeffer-Haus in Bad Kreuznach statt. Nach einer Begrüßung durch Superintendent Marcus Harke vom Ev. Kirchenkreis An Nahe und Glan wird es am Vormittag drei themenbezogene Fachvorträge geben, in die Sie, als ehrenamtlich Aktive in der Flüchtlingsarbeit, am Nachmittag Ihre Erkenntnisse und Erfahrungen einbringen können. Unter anderem konnten für die Veranstaltung  Dr. Jürgen Schumacher von der INBAS-Sozialforschung Frankfurt und Frau Dipl.-Psychologin Monika Schröder von der Psychosomatischen Institutsambulanz des LVR-Klinikum Düsseldorf für die Veranstaltung gewonnen werden.

Der Fachtag ist ausschließlich für die Ehrenamtlichen gedacht und es steht nur ein begrenztes Platzangebot zur Verfügung. Sollten Sie Interesse an der Veranstaltung haben, können Sie sich gerne bereits jetzt anmelden: arijana.djozgic@mffjiv.rlp.de.